rik! und der stickeraward 2008 in der freien internationalen tankstelle in prenzlauer berg

rik reinking sticker award 2008 freie internationale tankstelle FIT prenzlauer berg

sticker award 2008 freie internationale tankstelle

das war ja echt mal eine shizophrene veranstaltung, dieser sticker award 2008. gerade noch die eröffnungsworte der veranstalter, in einem mob der üblichen journalisten (julia reinicke, der berlin art ambassador mit seinem lustigen kamerahelm, diese hobnox-videobloggerin, usw…), während sich im schatten ein paar streetartists rumdrücken und aufkleber tauschen. es ist die rede von erfolgreichem (ja echt, das sagen die…) boykott der hegemonialen kultur und kommunikation durch aufkleber, die subversion wird angerufen. und dann kommt halt dieser typ, rik reinking, sagt gleich eingangs dass er mit der subkultur ansich nix zu tun hat, sondern halt so zeug wie fluxus, subversive avantgardekunst, streetart und graffiti sammelt. wie er das genau macht kann er auch nicht erklären, er meint, dass er irgendwie nach relevanz selektiert. und so kommt er dann halt zu daim und boxi… sonst hatte er eigentlich nichts interessantes zu sagen, er ist halt irgendwie wichtig und dirigiert dann wer von den streetart- und graffitileuten im kunstmarkt wichtig wird.
er findet das auch voll progressiv, wenn streetart-künstler (urban artists nennt er die, weil sie von der stadt inspiriert sind), neue medien für sich entdecken, wie… leinwände! ja das ist echt der hammer, voll toll, wenn straßenkultur endlich auf leinwänden ankommt… positiver nebeneffekt des ganzen sei dann, dass alte leute, die graffiti und streetart auf den straßen eher uncool finden, plötzlich die sachen ganz nett finden und „verstehen“ würden… da frag ich mich natürlich, was die dann verstehen? hey dieser daim, das sieht ja fast aus wie die bunten videos die mein enkel immer auf MTV guckt, ja das gefällt mir jetzt auch…. oder dieser banksy, schön dass der jetzt keine häuser kaputt machen muss, damit ich mir seine subversiven witzchen angucken kann. und dann kostet graffiti eintritt, sieht aus wie design (vgl michael faldbakken every action turns into design cocka hola company s. 420), hat nichts mehr mit unitärem urbanismus, einer stadtgestaltung von unten oder einfach anarchischer straßenkultur zu tun.


6 Antworten auf “rik! und der stickeraward 2008 in der freien internationalen tankstelle in prenzlauer berg”


  1. 1 bunks 15. Oktober 2008 um 13:02 Uhr

    klasse ! wenn ich etwas liebe –
    dann feige ,
    die direkte konfrontation scheuende,
    kleingeister….
    wie gesagt : vorher unter „kumpels“ groß schimpfen und später bloggen
    aber vor ort den mund nicht auf bekommen…
    setzen sechs!

  2. 2 Administrator 17. Oktober 2008 um 13:04 Uhr

    haha!

    achso: und auf deine „direkte konfrontation“ hab ich sowas von keinen bock, komm einfach mal runter…. erst fühlen, dann denken, dann reden.

  3. 3 vorbeikommender 01. Januar 2009 um 19:53 Uhr

    Relaaaaax.
    Wer öffentlich als Experte (hier scheinbar ganz allgemein in Sachen Kunst) auftritt, kann für seine Meinungen als Experte nunmal kritisiert werden.
    Aber: da es sich bei diesem Blog um ein öffentliches Medium handelt, wäre eine sachlich formulierte Meinung angebracht (d.h. auf den Ton achten). „erst fühlen, dann denken, dann reden“ gut und schön – aber bitte das (gründliche) Denken nicht vergessen.

  4. 4 vorbeikommender 01. Januar 2009 um 20:05 Uhr

    Relaaaax.
    Wer öffentlich als Experte (hier scheinar ganz allgemein für Kunst)auftritt, muss mit Kritik an seinen Meinungen als Experte rechnen. Aber: Da es sich hier um einen öffentlich zugänglichen Blog handelt, wäre eine neutrale, sachliche Äußerung wünschenswert (d.h. vor allem auf den Ton achten). „erst fühlen, dann denken, dann reden“ schön und gut, aber bitte das (gründliche) Denken nicht vergessen.

  1. 1 event report « Berlin based Urban-Art / Street Art Blog Pingback am 08. Oktober 2008 um 14:29 Uhr
  2. 2 berliner straße ausstellung « el Pingback am 09. November 2008 um 21:20 Uhr
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