gemütliches beisammensein

gemütliches beisammensein
Yayoi Kusama
gemütliches beisammensein
Matthew Stone
gemütliches beisammensein
Stefan Exler

die vielen bedingungen des ganzen verschwinden nicht in den experimentellen ausschnitten. das bild des gemütlichen beisammenseins soll also nur gezeichnet sein, um zu zeigen was die grenze der sprache ist, wie schlecht das gute ist, das wir im schlechten ausschreiben können, uns denken können. es ist keine norm, nach der wir handeln bewerten können. es ist die suche nach der grenze der geschichte. im fragmentarischen und prekären des beisammenseins wird jede weniger an der nähe zum fernen stehende gemeinschaft bloßgestellt: ungemütlich wirds wenn wir um feuer aus büchern stehen müssen, gemütlich wird es wenn wir uns aus büchern vorlesen dürfen, das wären solche setzungen.

bilder vermitteln das gefühl einer unmittelbaren greifbarkeit von konzepten, den verlust von zeitbezug. begriffliches denken liefert dazu den rahmen der geschichte und kritik und die notwenige negative herangehensweise.

schafft das experiment leiden? das experiment schafft leidenschaftlich leiden, das experiment will nicht beruhigen, es will den moment abpassen, in dem wir in ein bild gesunken eine formulierung finden, für das, was inhaltlich hinausweist (nicht vor auf ein ideal, aber zurück auf eine idealisierte erfahrung). der moment der nachdenklich macht, nicht über die bedingungen des werkes (der autor als produzent), sondern über die bedingungen des gedankens und über die bedingungen des formulierens, und am allerwichtigsten über die bedingungen der momente, die wir erinnern und bildlich idealisieren.

vornotizen hierzu